Hortabschlussfest – “Auf dem Bauernhof”

Unter dem Motto „Auf dem Bauernhof“ stand des Hortabschlussfest der Grundschüler vom Finkenweg Schmölln. Es hat sich an der Schmöllner Grundschule Finkenweg schon längst herumgesprochen, die Hortabschlussfeste, die dort seit Jahrzehnten veranstaltet werden, sie sind legendär.

Foto: Ulrike Grötsch

Demzufolge ist die Erwartungshaltung der Erst- bis Viertklässler stets groß. Auch in dieser Woche wurden die Mädchen und Jungen nicht enttäuscht, sondern erlebten einige wunderbare Stunden, die die Horterzieherinnen vorbereitet hatten. Für die Viertklässler ist die Veranstaltung ohnehin etwas Besonderes, denn es ist ihr Abschied von der Grundschule ohnehin.

In diesem Jahr wurde ein zünftiges Bauernhoffest im Schmöllner Finkenweg gefeiert. Pferderennen war angesagt.

Foto: Ulrike Grötsch

Hortkoordinatorin Elke Kern begrüßte die 200 Schüler. Sie wurden mit einem kleinen Programm, das von den Schülern auf dem Schulhofgelände selbst gestaltet wurde, auf den Nachmittag eingestimmt. Das Kinderlied Old MacDonald hat ne Farm hatte Lehrerin Kathrin Köhler mit den Kindern einstudiert. Zwei Tanzgruppen zeigten ihr Können und sorgten für tosenden Applaus. Nun die Landwirte brauchen derzeit dringend Regen, sagte Elke Kern, doch  der möge die nächsten Stunden bitte warten, denn leicht veränderlich sah es am Himmel schon aus.

Nach dem Auftaktkulturprogramm mit den hilfreichen Informationen, was an Ständen und Stationen so alles zu erwarten ist, begaben sich die Kinder auf den Bauernhof. Hier waren die zahlreichen Stationen aufgebaut, die allesamt etwas mit dem Thema Landwirtschaft zu tun hatten. Nicht nur die Kinder hatten sich mit hübschen Kostümen ausstaffiert. Auch die Erzieher kamen in Arbeitshose, Kittelschürze und Kopftuch einher, eben in zünftiger  Arbeitsbekleidung. Sensationell fanden die Schüler natürlich, dass es auf dem Bauernhof auch lebende Tiere und einen uralten Lanz gab. Auf dem tuckernden Oldtimer von Jochen Köhler wollten wohl fast alle einmal platznehmen, Jungen wie Mädchen. Ponys und Kaninchen zum Streicheln und Tauben durften nicht fehlen. Tiere und Traktor – diese Überraschung war gelungen. Aber auch die Stationen, bei denen es kleine Preise zu gewinnen gab, wurden rege genutzt. Für den jeweiligen Sieger der stets zu zweit startenden Teilnehmer gab es Gummitiere als Belohnung. Das waren natürlich Kühe und Schweine und keine Gummibären.

So wurden Kinderschubkarren, gefüllt mit Kartoffeln, ins Ziel geschoben. Andere bewältigten den Parcours mit Milchkannen, die nächsten kämpften mit einem Steckenpferd um den Sieg. Sackhüpfen war natürlich auch angesagt und Eierlauf durfte nicht fehlen. Dass die Milch nicht so einfach aus dem Euter fließt, erfuhren die Kinder am Melkstand. Ein Euter aus Gummi gab bei den meisten nämlich das darin befindliche Wasser nicht gleich her. Ein Wissensquiz rund um die Landwirtschaft oder Haustiere aus Stroh und Heu zu basteln,waren weitere Angebote. Ein amerikanisches Sack-Loch-Spiel verlangte viel Geschicklichkeit. Fünf Punkte gab es, wurde der Sack ins Loch geworfen, immerhin noch einen, wenn der Sack auf dem Brett landete. Eltern und Omas hatten wie stets unterstützt und Kuchen gebacken und Fettbemmen geschmiert.

Ulrike, Grötsch “Schmöllner Grundschule beim melken, Traktor fahren”, in: Ostthüringer Zeitung [16.06.2018]